Viele Baselbieter Haushalte und Unternehmen erleben es im Alltag direkt. Abgaben und Prämien steigen, während eine spürbare steuerliche Entlastung ausbleibt. Genau diese Entwicklung nimmt die Steuer Liga zum Anlass, um rund 3500 Haushalte im ganzen Kanton Basel-Landschaft anzuschreiben. Mit dem Brief wollten wir den finanzpolitischen Handlungsbedarf klar benennen und Ihnen gleichzeitig zeigen, wofür sich die Steuer Liga im Kanton konkret einsetzt.
Die Steuer Liga ist die unabhängige Stimme der Steuerzahlenden im Baselbiet. Wir sind keine Partei, sondern ein Zusammenschluss von Mitgliedern und Fachleuten aus der Wirtschaft. Wir setzen uns dafür ein, dass der Kanton seine Ausgaben konsequent auf den Kernauftrag fokussiert, die Bürokratie begrenzt und der Druck auf Steuern, Gebühren und Abgaben senkt. Damit wir diese Arbeit konsequent weiterführen können, sind wir auf Unterstützung angewiesen.
Die finanzpolitische Lage lässt sich nicht mit kleinen Korrekturen lösen. Der Aufgaben- und Finanzplan 2026 bis 2029 rechnet mit weiter steigender kantonaler Nettoverschuldung. Gleichzeitig wächst der Staatsapparat weiter. Dazu kommt im interkantonalen Vergleich eine überdurchschnittliche Steuerbelastung. Besonders Haushalte mit mittleren und höheren Einkommen zahlen in mehreren Baselbieter Gemeinden spürbar mehr als in vergleichbaren Gemeinden anderer Kantone. Obwohl eine Einkommenssteuerreform als Ziel formuliert wurde, ist die Entlastung bislang ausgeblieben. Aus unserer Sicht braucht es jetzt eine Kurskorrektur, damit der Kanton finanzpolitisch wieder stärker auf Stabilität, Effizienz und Standortqualität setzt. Dafür leisten wir konkrete Arbeit. Wir prüfen Steuervorlagen und Ausgabenprogramme kritisch, bereiten Fakten verständlich auf und bringen umsetzbare Vorschläge in die politische Debatte ein. Wir stehen für eine Politik, die mit öffentlichen Mitteln sorgfältig umgeht, um die Belastung der Steuerzahlenden schrittweise zu reduzieren.
Am 8. März 2026 können Sie diese Richtung auch an der Urne stärken. Bei der Initiative Prämienabzug für alle empfehlen wir ein Ja zur Initiative und ein Nein zum Gegenvorschlag. Der volle Abzug der selbst getragenen Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung reduziert das steuerbare Einkommen und entlastet insbesondere den Mittelstand. Auf nationaler Ebene unterstützen wir zudem die SRG-Initiative. Sie senkt die Haushaltsabgabe von 335 Franken auf 200 Franken und schafft die umsatzabhängige Abgabe für Unternehmen ab. Weil Entlastung dauerhaft nur gelingen kann, wenn auch das Ausgabenwachstum gebremst wird, unterstützen wir ausserdem die Kostensenkungs-Initiative der Jungfreisinnigen Baselland, die das Wachstum der kantonalen Verwaltung an eine feste Leitplanke koppeln will.
Wenn Sie uns bei unserer Arbeit unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihren Beitrag. Ihre Unterstützung ermöglicht unsere Analysen, unsere Aufklärungsarbeit und unseren Einsatz in der politischen Debatte. Jeder Franken, der nicht zusätzlich über Steuern, Abgaben oder Gebühren belastet wird, stärkt Konsum, Ersparnis und Investitionen und damit die Standortqualität in Basel-Landschaft. Mit Ihrer Unterstützung vertreten wir diese Position verlässlich und wirksam in Politik und Öffentlichkeit.