Der Vergleich mit dem Kanton Aargau zeigt weiterhin deutliche Ausgabenunterschiede. Nun hat der Regierungsrat seine Antwort korrigiert: Der öffentliche Verkehr gehört neu zu den zehn Bereichen mit der grössten Pro-Kopf-Differenz. Am Gesamtbild von rund 961 Millionen Franken Mehrausgaben ändert sich nichts.
Der Regierungsrat hat seine Antwort auf die Interpellation 2026/4699 von Dario Rigo rektifiziert. In der ursprünglichen Fassung vom 23. Juni fehlte ein Bereich, der zu den zehn grössten Ausgabendifferenzen gegenüber dem Aargau gehört. Im Rektifikat vom 18. August wird der öffentliche Verkehr neu auf Rang sieben aufgeführt.
Die Pro-Kopf-Ausgaben für den öffentlichen Verkehr betragen im Baselbiet 411 Franken, im Aargau 257 Franken. Das entspricht einer Differenz von 154 Franken pro Einwohner oder hochgerechnet rund 46,6 Millionen Franken. Dadurch rutschen die nachfolgenden Bereiche einen Rang nach hinten. Die allgemeinbildenden Schulen fallen aus den Top 10.
Am Gesamtbild ändert die Korrektur jedoch nichts. Kanton und Gemeinden geben im Baselbiet weiterhin 14’425 Franken pro Einwohner aus, im Aargau 11’239 Franken. Die Differenz bleibt bei 3’186 Franken pro Kopf beziehungsweise rund 961 Millionen Franken pro Jahr.
Der Regierungsrat verweist weiterhin auf strukturelle Unterschiede, gesetzliche Verpflichtungen und politisch gewollte Leistungen. Gleichzeitig hält er fest, dass die vorhandenen Daten in mehreren Bereichen keine fundierte Beurteilung erlauben und direkte Effizienzvergleiche nur eingeschränkt möglich seien.
Methodische Unterschiede und eingeschränkte Vergleichbarkeit sind bei solchen Kantonsvergleichen zu berücksichtigen. Sie entbinden den Regierungsrat jedoch nicht davon, die Ursachen erheblicher Ausgabenunterschiede vertieft zu untersuchen.
Quelle:
Kanton Basel-Landschaft. Landratsgeschäft 2026/4699. (18.08.2026): Beantwortung der Interpellation vom 18. August 2026 (Rektifikat) Link.