Die aktuelle «Statistik der Schweizer Städte 2025» des Bundesamts für Statistik liefert einen umfassenden Vergleich der Steuerbelastung natürlicher Personen in der Schweiz – aufgeschlüsselt nach Einkommenshöhe, Familienmodell und Wohnort. Eine vertiefte Auswertung zeigt: Der Kanton Basel-Landschaft weist in verschiedenen Einkommensklassen und Haushaltstypen eine überdurchschnittliche Steuerbelastung im Vergleich zu anderen Kantonen auf.
Insbesondere Haushalte mit mittleren und höheren Einkommen – mit oder ohne Kinder – zahlen in Baselbieter Gemeinden wie Muttenz, Reinach, Liestal oder Allschwil spürbar mehr als in vergleichbaren Gemeinden anderer Kantone. Auch Rentnerhaushalte und Personen mit Vermögen sind überdurchschnittlich betroffen.
Für die Steuer Liga ist klar: Die Steuerbelastung im Baselbiet steht im Widerspruch zu einer wettbewerbsfähigen Standortpolitik. In einem föderalen System mit kantonalem Steuerwettbewerb ist eine überdurchschnittliche Belastung ein Risiko für Abwanderung, Investitionszurückhaltung und einseitige Steuerlastverteilung.
Eine zukunftsgerichtete Steuerpolitik im Baselbiet sollte die Erkenntnisse dieser Auswertung ernst nehmen – nicht durch neue Abzüge, sondern durch eine gezielte Senkung der Steuersätze und eine Vereinfachung des Systems. Die Steuer Liga sieht darin eine Voraussetzung für Standortattraktivität, wirtschaftliches Wachstum und bürgerliche Eigenverantwortung.
Die im Vergleich sehr hohen Steuern sind eine direkte Folge der übermässig wachsenden Verwaltung und der zunehmenden Einmischung des Staats in alle Lebensbereiche. Dieses Verhalten führt langfristig zu einer Abnahme des Wohlstands.
Kernforderungen der Steuer Liga
- Steuerbelastung gezielt senken:
Baselbieter Gemeinden liegen im interkantonalen Vergleich oft im oberen Drittel. Eine spürbare Entlastung der natürlichen Personen ist notwendig, um den Kanton als Wohn- und Arbeitsstandort zu stärken. - Flachere Progression für mehr Standortqualität:
Die Steuerprogression belastet mittlere und höhere Einkommen überproportional. Eine Abflachung der Progression – etwa über ein Flat-Tax-Modell – erhöht die Standortattraktivität, verbessert die Planbarkeit für Haushalte und Unternehmen und reduziert den administrativen Aufwand für Behörden wie Steuerpflichtige gleichermassen. - Wettbewerbsfähigkeit als politisches Ziel:
Städte wie Zug, Freienbach oder Cham machen es vor: Tiefe Steuern fördern Zuzug, unternehmerische Initiative und langfristige Stabilität der öffentlichen Finanzen. - Steuerstrategie statt kleinteiliger Kompensationen:
Einzelne Abzüge oder Sonderregelungen ändern wenig am strukturellen Problem. Es braucht eine klare Ausrichtung auf schlanke, verlässliche und wettbewerbsfähige Steuertarife.
Fazit
Die Steuerbelastung in vielen Gemeinden des Kantons Basel-Landschaft ist im nationalen Vergleich hoch – und wird zunehmend zum Standortnachteil. Eine nachhaltige Korrektur verlangt eine strategische Neuausrichtung der Steuerpolitik. Die Steuer Liga setzt sich für einen Kanton ein, der durch faire Belastung, klare Anreize und wirtschaftliche Eigenständigkeit überzeugt.
Die Steuer Liga engagiert sich für eine transparente, leistungsfreundliche und bürgernahe Steuerpolitik.
Quellenvermerk:
- Bundesamt für Statistik (BFS): Steuerbelastung in der Schweiz: Natürliche Personen, Lediger, ein Einkommen, ohne Kinder, Bruttoarbeitseinkommen (in 1000 Franken), 2023. Link.
- Bundesamt für Statistik (BFS): Steuerbelastung natürliche Personen: Verheirateter Rentner, Bruttoarbeitseinkommen (in 1000 Franken), 2023. Link.
- Bundesamt für Statistik (BFS): Steuerbelastung natürliche Personen: Verheirateter, ein Einkommen, mit 2 Kindern, Bruttoarbeitseinkommen (in 1000 Franken), 2023. Link.
- Bundesamt für Statistik (BFS): Steuerbelastung natürliche Personen: Verheirateter, ein Einkommen, ohne Kinder, Bruttoarbeitseinkommen (in 1000 Franken), 2023. Link.
- Bundesamt für Statistik (BFS): Steuerbelastung natürliche Personen: Verheirateter ohne Kinder, Reinvermögen (in 1000 Franken), 2023. Link.