Der Steuerwettbewerb in der Schweiz bleibt in Bewegung. Wie der Blick gestützt auf den Steuervergleich von PwC berichtet, ist neu nicht mehr Zug, sondern Luzern der günstigste Unternehmensstandort der Schweiz. Luzern senkt für das Jahr 2026 die effektive Unternehmenssteuerbelastung auf 11,66 Prozent und liegt damit knapp vor Zug mit 11,71 Prozent. Am anderen Ende der Rangliste bleibt Bern mit 20,54 Prozent der teuerste Kanton. Laut Bericht haben mehrere Kantone ihre Firmensteuern gesenkt. Auch der Kanton Basel-Landschaft wird dabei als Kanton mit tieferer Belastung genannt.
Die PwC-Studie zeigt damit, dass der kantonale Steuerwettbewerb funktioniert. Kantone, die ihre Steuerbelastung senken, stärken ihre Attraktivität als Wirtschaftsstandort. Gleichzeitig bleibt die Schweiz im internationalen Vergleich für Unternehmen gut positioniert.
Ausblick Kanton Basel-Landschaft
Für den Kanton Basel-Landschaft ist diese Entwicklung ein deutliches Signal. Es reicht nicht, steuerpolitisch im Mittelfeld mitzuhalten. Das Baselbiet muss den Anspruch haben, ein wirklich attraktiver Steuerkanton zu werden. Das gilt für Unternehmen, aber insbesondere auch für Privatpersonen.
Gerade bei der Einkommenssteuer besteht Handlungsbedarf. Im PwC-Steuervergleich liegt Basel-Landschaft bei Privatpersonen je nach Einkommensszenario nur im hinteren Mittelfeld. Damit bleibt der Kanton für natürliche Personen steuerlich wenig attraktiv. Bei der Gewinnsteuer steht der Kanton deutlich besser da, aber auch hier liegt er nicht an der Spitze.
Luzern und Zug zeigen, dass steuerliche Attraktivität das Ergebnis bewusster politischer Entscheide ist. Der Kanton Basel-Landschaft sollte daraus die richtigen Schlüsse ziehen und eine echte Steuerreform anstreben. Diese muss auch Privatpersonen spürbar entlasten. Wohlstand, Investitionen und Zuzug entstehen dort, wo Privatpersonen und Unternehmen finanziellen Spielraum haben und Leistung nicht übermässig besteuert wird.