Die WirtschaftsWoche fasst eine zentrale Warnung eines Berichts des Internationalen Währungsfonds (IWF) prägnant zusammen: Der IWF erwartet im Basisszenario, dass die globale Quote der öffentlichen Schulden bis 2029 auf über 100 Prozent des BIP steigt – und damit auf den höchsten Stand seit 1948 steigen. In einem Negativszenario wären rund 123 Prozent möglich Hinter dem Anstieg stehen vor allem höhere Zinsen sowie zusätzliche Ausgabenprioritäten.
Besonders grosse Volkswirtschaften wie die USA, China, Kanada, Grossbritannien, Frankreich, Italien und Japan bewegen sich weiterhin auf einem Pfad steigender Staatsverschuldung. Zugleich gelten derzeit 55 Länder als gefährdet oder kurz davor, ihre Schulden nicht mehr bedienen zu können – nicht allein wegen der Höhe der Verbindlichkeiten, sondern auch aufgrund des gestiegenen und teuren gewordenen Schuldendienstes.
Steigende Zinslasten fressen wachsende Teile der Haushalte auf und lassen weniger Spielraum für Investitionen für Grundinfrastruktur. Gleichzeitig warnt der IWF: Wenn Staaten dauerhaft mehr ausgeben als sie einnehmen, wackelt das Vertrauen an den Finanzmärkten und es wird schwerer, Rücklagen für Krisen zu bilden. Zusätzlich wachsen die Ausgaben für Verteidigung, Alterung der Gesellschaft, Klima und neue Technologien, während höhere Zinsen den Schuldendienst verteuern. Die Konsequenz: Die Schulden steigen immer weiter.
Regierungen sollten klar priorisieren, Schritt für Schritt ihre Budgets ins Gleichgewicht bringen und Reserven aufbauen. Geld sollte gezielt dorthin fliessen, wo es Wachstum und Zukunftschancen stärkt – etwa in leistungsfähige Energieversorgung und tragfähige Grundinfrastruktur.
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